Ausstellung

Intuition wird gemeinhin als Kraft des Unbewussten, Bauchgefühl, ummittelbare Einsicht, Form unbewussten Wissens oder Geistesblitz verstanden. Intuitives Denken erfährt derzeit eine große Aufmerksamkeit in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und wissenschaftlichen Disziplinen. Trotz neuerer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und den Erfahrungen wie man sich Intuition zu Nutze machen kann, ist jedoch immer noch nicht klar, wie Intuition tatsächlich funktioniert. Die Ausstellung »into it« beschäftigt sich – auch vor dem Hintergrund eines Rückgriffs vieler zeitgenössischer KünstlerInnen auf Konzepte der Moderne – mit der aktuellen Bedeutung von Intuition in der Kunst. Den Ausgangspunkt bildet die Auffassung, dass Intuition heute nicht mehr als ein unabhängiges, rein subjektives, selbstreflexives, metaphysisches Erkennen verstanden werden kann, sondern sich immer auf der Basis rationaler Konzepte und Wissen vollzieht. In der Ausstellung sind Werke zu sehen, die sich mit den Verständnisweisen von Intuition, dem unmittelbaren Erkennen, dem künstlerischen Erkenntnisprozess und der Entscheidungsfindung, aber auch deren Veränderung in der Kunstgeschichte und den Medien in unterschiedlicher Weise auseinandersetzen. Dabei reflektieren die KünstlerInnen jeweils auch den intuitiven Blick des Betrachters. Sowohl die Ausstellung als auch die begleitende Tagung fragen nach der Aktualität und Relevanz von Intuition in Kunst und Gesellschaft. Zu der Ausstellung wird ein Katalog erscheinen, der sowohl die Ausstellung als auch die Beiträge der Tagung abschließend dokumentieren und zusammenfassen wird.

Kurator: Thomas Thiel 

 

Eröffnung: 23. November, 19 Uhr

 

Die Ausstellung wird gefördert aus Mitteln des Landes Niedersachsen, der Stadt Hildesheim und von Pro Helvetia