Michael Beutler

Michael Beutler (*1976) reagiert mit seinen Arbeiten immer auf die ortsspezifische Ausstellungssituation. Der architektonische Raum bestimmt im Wesentlichen Form und Ästhetik seiner Installationen. Mit einfachen Mitteln und funktionalen Materialien wie Papier, Metall, Holz oder Kunststofffolien erarbeitet er Module, die später unter den jeweiligen Bedingungen räumlich arrangiert werden. Wichtig für Beutler ist der Entwicklungsprozess an sich, weswegen er die meisten seiner Entscheidungen auch noch während des Ausstellungsaufbaus selbst fällt. Dieser Zustand der temporären Ungewissheit und die Einbindung von Assistenten in den künstlerischen Prozess wird von dem Künstler als Chance und als wichtiger Bestandteil seines Werkes begriffen. Durch diese Herangehensweise, aber auch durch die gebastelte Optik bekommen seine Skulpturen einen experimentellen und intuitiven Moment. Durch die Verwendung einfacher Baustoffe und Konstruktionen sowie durch den Verzicht auf jegliche industrielle Produktion, wird es für den Betrachter zudem möglich die Entstehung seiner Installationen zeitlich wie formal nachzuvollziehen. Beutler hat für die Ausstellung „into it“ eine neue Arbeit (Kehrwieder Crouchet, 2007) auf dem Vorplatz des Kunstvereins aus Sand und Stoff installiert.

 

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