Simon Dybbroe Møller

Simon Dybbroe Møller (*1976) findet seine künstlerischen Vorlagen in den Idealen und Utopien der künstlerischen Strömungen der Modernen aber auch im Design, Architektur, der Literatur oder Musik. Seine Arbeiten sind von Aneignung, subjektiver Interpretation, Übersetzung und Wiederholung geprägt. Dabei fordern sie den Betrachter bis aufs Äußerste, denn ihm wird die Aufgabe zu Teil, alle diese Referenzen zu entschlüsseln. Die Bedingungen des Sehens und des Wahrnehmens selbst sowie die Frage nach deren Verlässlichkeit werden dabei in den Mittelpunkt gerückt. In Møllers Arbeit bleibt trotz der Absage an das ewig Neue und dem Spiel mit kunsthistorischen Referenzen eine Faszination für die Quellen künstlerischen Schaffens der 1960er und 1970er Jahre wie z. B. Reduktion, Logik, Zufall, geometrische Perfektion, Wahrnehmung oder Inspiration erhalten – mit dem Ziel diese zu aktualisieren und dem Werk trotzdem eine geradezu mystische Aura zu verleihen. Auch in den hier ausgestellten Fotografien „2am“ (2003) und der Wandarbeit „Upside down, Upside down, Upside down“ (2005) wird diese Herangehensweise deutlich. Møller ist an dem Wesen eines Werkes oder einer Werkidee interessiert, die er letztendlich durch seine Bearbeitung herausstellt. Er steht mit diesem konzeptuellen Ansatz nicht mehr für ein rein subjektives, selbstreflexives, metaphysisches Erkennen, das in vielen seiner künstlerischen Vorlagen noch zu spüren ist.

 

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